Die Thurnbacherin

ein Tiroler Volksstück aus dem Jahre 1910 von Rudolf Greinz
Bearbeitung und Regie: Klaus Reitberger

Sommer 1910: Hoch über dem Tal liegt der Thurnbachhof. Nach monatelangem Siechtum ist der junge Bauer endlich tot. Zurück bleiben sein greiser Vater, sein jüngerer Bruder und seine Witwe, die nun als Thurnbacherin das Sagen auf dem Hof hat – sehr zum Missfallen von Schwager und Schwiegervater. Außer diesen dreien hausen auf Thurnbach noch ein Knecht und eine Magd – sonst niemand mehr. Was sich anfänglich wie ein einfaches Volksstück anhört, ist in Wahrheit Psycho-Terror vom Feinsten: Fünf Personen. Fünf Leidenschaften. Ein verhängnisvolles Labyrinth aus Liebe und Hass, ein Strudel der gegenseitigen Abhängigkeit, genährt von Machthunger und sexueller Begierde. Hinzu kommt der lange Schatten eines schrecklichen Verbrechens, welches niemals ans Licht kommen darf.

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Tischlein deck Dich

Gebrüder Grimm
Unser beliebtes, jähliches Wintermärchen mit den Bühnenflöhen

Regie: Varina Weinert

 

Wenn es heisst „ich bin schon satt, ich mag kein Blatt“, dann ist das ein Zeichen dafür, dass das Stadttheater Kufstein ein neues Märchen auf die Bühne bringt. TISCHLEIN DECK DICH von den Gebrüdern Grimm ist die Geschichte vom Schneider, der sich von seiner hinterlistigen Ziege aufhetzen lässt, und dadurch seine drei Söhne verjagt. Was Weiterlesen

Der jüngste Tag

Ödön von Horváth’s
Schauspiel in sieben Bildern

Regie: Stefan Bric

Der jüngste Tag bricht für den Stationsvorsteher Hudetz an, als ihm die Wirtstochter Anna einen Kuss gibt und er das Signal für den Zug versäumt. Dieser kollidiert mit einem entgegenkommenden Güterzug; viele Menschen sterben und werden verletzt. Der Stationsvorsteher behauptet, er habe das Signal rechtzeitig gegeben, Anna unterstützt ihn und sagt falsch aus. Dieser Meineid sollte jedoch noch tragische Folgen mit sich ziehen. Hudetz bemerkt mehr und mehr, dass er sich in einem Spinnennetz der Lüge verfangen hat, aus dem es kein Entrinnen mehr gibt…
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Cyrano von Bergerac

Edmond Rostand
Eine romantische Komödie

nach der Übersetzung von Ludwig Fulda
in einer Bearbeitung von Klaus Reitberger

Auch diesen Sommer bietet das Stadttheater Kufstein wieder große Freilichtspiele. Nach dem letztjährigen Erfolg mit Brechts „Die Dreigroschenoper“ folgt dieses Jahr eines der berühmtesten Stücke der französischen Bühnenwelt: „Cyrano von Bergerac“.
Spätestens seit der Oscar-gekrönten Verfilmung mit Gérard Depardieu ist dieses wunderbare Versdrama von Edmond Rostand weltbekannt. Erzählt wird die teils wahre Geschichte des Cyrano von Bergerac, des schüchternen Helden mit entstelltem Gesicht, dessen Herz vor Liebe erglüht, doch dessen Äußeres ihm scheinbar jedes Glück versagt.
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Die Passion

ein Stubenspiel von Ekkehard Schönwiese

Frau Suitner Spielen ohne Bühne, ohne Requisiten, mitten unter den Zuschauern, die ins Spiel mit einbezogen werden: So definiert sich das „Stubenspiel“, eine Kleinkunstform des Volkstheaters, das in den vergangenen Jahrzehnten an Popularität verloren hat. Jetzt wird es mit einem Passionsspiel wiederbelebt. Von Autor und Regisseur Ekkehard Schönwiese und den drei Darstellern Nicole Zobl, Otto Zeisler und Lucas Zolgar. Schönwiese stellt in „Die Passion“ die Menschen in den Mittelpunkt. Er will Glaube verständlich machen. Er will einen anderen Zugang schaffen. Er spricht die brisanten Themen der Kirche heute an. „Die Passion“ wird als Alltagsgeschichte erzählt. Das schafft Identifikationsmöglichkeiten. Das Spiel findet Weiterlesen

Bunbury

Oscar Wilde’s

 

Bunbury – Wie wichtig es ist,
Ernst zu sein

 

Eine leichte Komödie für ernsthafte Leute bearbeitet, neu übersetzt und inszeniert von Klaus Reitberger
Das neue Jahr beginnt für das Stadttheater Kufstein mit einer Komödie – aber nicht mit irgendeiner, sondern mit der vielleicht raffiniertesten Komödie der Weltliteratur. Jedenfalls wurde sie von Kritikern oft als solche bezeichnet. Oscar Wilde – ein Meister des Zynischen und Magier des scharfzüngigen Humors – schuf mit diesem Stück im Jahre 1895 sein absolutes Meisterwerk. Mit herrlichem Unsinn und köstlichem Klamauk führt die Handlung leichtfüßig durch aberwitzige Situationen und mokiert sich dabei über so manche gesellschaftliche Konvention. Es darf gelacht werden! Sehr laut sogar. Jedenfalls führt dieses Stück einmal mehr vor Augen wie schön Humor doch sein kann ohne zugleich ins Derbe abdriften zu müssen.
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